Türkenkopfstechen

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  • Wie wird kollektive Erinnerung an die Wiener Türkenbelagerungen und somit kollektive Identität geschaffen, tradiert und instrumentalisiert?
  • Wie tief sind die Geschichtsbilder von der ‚osmanischen Bedrohung‘ im kollektiven Gedächtnis verankert, wie werden diese für die Gegenwart gedeutet und welche Zukunftserwartungen ergeben sich daraus?
  • Wann und wieso kommt es zu Neuinterpretationen dieser Geschichtsbilder und wie (können) werden diese durchgesetzt (werden)?

‘Die Türken vor (und in) Wien‘. Zur Vermittlung und Vergegenwärtigung von Geschichtsbildern der ‚osmanischen Bedrohung‘ in Österreich“ untersucht die Vielfältigkeit eines bereits seit Jahrhunderten im kollektiven Gedächtnis Österreichs (und Europas) verankerten und verinnerlichten Geschichtsbildes ‚der Türken‘.

 10397140_642703212541668_7224811735383546150_oDie Erinnerungen an die Kriege, an die Auseinandersetzungen, sind natürlich in jedem Land im kollektiven Gedächtnis verankert. Jeder Krieg ist irgendwo in einem Gedächtnis abgespeichert. Es geht natürlich darum, wie diese Erinnerung aufgehalten; wie mit dieser Erinnerung umgegangen 1024px-Karl-Böhm-Saal_Deckenfresko_2
wird. Dieses Feindbild hat sich immer geändert. Und die Kirche hat, beispielsweise Jubiläen, zum Anlass genommen um daran zu erinnern dass das christliche Heer stark genug war um das muslimische Heer, das osmanische Heer zurückzudrängen, und um gleichzeitig auch an die aktuellen Feinde zu erinnern.

Antisemitismus zum Beispiel: Die katholische Kirche hat sehr wohl dieses Bild genommen vom Feind, also dieses Bild der Osmanen und hat wie eine Schablone das Bild der Juden drauf gelegt und hat gesagt; wir haben die Feinde zurückgedrängt, die Muslime, die Osmanen und jetzt haben wir einen anderen Feind im Land oder es gibt andere Bedrohungen und das sind die Juden.

                             Juden /  Türken

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Ihringen

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1783 – 1883 – 1933 – 1983: Der Rückblick auf die Wiener  Türkenbelagerung von 1683 aus vier Gegenwarten

gotfried0Der Türke war für die Christenheit immer ein angenehmer Angstgegner. Das heißt immer, wenn die Kirche ihre Gläubigen, ihre Schäfchen – wenn ich so sagen darf – sammeln und zurückholen wollte, hat man den bösen, islamischen Türken als Buhmann aufgebaut und gebraucht. Immer wenn man eine Picture 141innereEinheit herstellen wollte, hat man das gemacht. Deswegen hat man nie ganz auf dieses Klischee verzichtet. “Und ich erinnere mich selbst noch in der Schule dieses Klischee indoktriniert bekommen zu haben.”

altermann1Also zwischen Österreich und der Türkei kenne ich die Geschichte nicht so gut. Aber ich kenne die Geschichte der Türkei zu Zeiten Atatürks, der die Türkei umgestaltet hat, wobei auch viele Armenier gestorben sind durch die Vertreibung. Ich glaube aber dass die Türken in der Türkei von Österreich grundsätzlich nicht so gut denken, weil viele Österreicher gegen die Türken sind und nicht dafür, dass die Türkei in die EU kommt. Das ist eine verbreitete Meinung hier in Österreich.

türkensturtz

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