Wie wichtig ist Österreich das Thema Bildung?

OECD-Studie: Österreich setzt bei der Bildung keine Priorität!

Wie gerecht sind Bildungschancen in Österreich und worauf lassen sich ungleiche Bildungsergebnisse zurückführen? Wie hoch ist die Akademikerquote? Wofür werden in Österreich Finanzmittel im Bereich der Bildung ausgegeben? Wie viel Geld investiert Österreich grundsätzlich in Bildung?

Auf der Suche nach der effektiven Bildungspolitik rücken internationale Vergleiche zunehmend ins Blickfeld medialen und politischen Interesses. Und bei vielen Fragen braucht es vielleicht gerade den Blick nach außen, den internationalen Vergleich, um Defizite zu bemerken und Verbesserungsbedarf aufzuzeigen.

In diesem Sinne bietet einmal mehr die OECD-Studie „Bildung auf einen Blick”, die am Dienstag, dem 13.9.2011, präsentiert wurde, sowohl den politischen Entscheidungsträgern als auch den im Bildungswesen Tätigen die Möglichkeit, das eigene Bildungssystem im Licht der Leistungsfähigkeit anderer Länder zu betrachten. Diese Ergebnisse sollen „[…] die Regierungen in ihren Bemühungen um Reformen in der Bildungspolitik [zu] unterstützen”, so die OECD in ihrem Vorwort.

Und die Ergebnisse für Österreich sind alles andere als schmeichelhaft:

Österreich räumt dem Thema Bildung keine Priorität ein, so die Studie!

Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegen mit 5,4 Prozent unter dem OECD-Schnitt (5,9 Prozent). Darüber hinaus gehört Österreich zu jenen Ländern, in denen zwischen 1995 und 2008 der Anstieg der Bildungsausgaben klar hinter dem Anstieg des BIP zurückblieb. Seit 1995 sanken die Bildungsausgaben in Österreich verhältnismäßig stark – von 6,2 Prozent auf zunächst 5,5 Prozent im Jahr 2000 und schließlich auf 5,4 Prozent im Jahr 2008. Die österreichische Entwicklung läuft damit entgegen dem internationalen Trend.

Kein Land der Akademiker

Obwohl in Österreich der Anteil der Hochschulabsolventen von 11 auf 19 Prozent gestiegen ist, kann es nicht mit anderen OECD-Ländern mithalten – OECD-Schnitt 2009 liegt bei 30 Prozent! Hinter Österreich liegen nur noch die Türkei, Italien, Slowakei , Portugal und Mexiko.

Der Anteil der Drei- bis Vierjährigen im Bildungssystem liegt mit 72,3 Prozent über dem OECD-Schnitt (70,1 Prozent), die Quote der Fünf- bis 14-Jährigen mit 98,4 Prozent knapp darunter (98,6). Hingegen befindet sich nur jeder fünfte 15- bis 19-Jährige in Ausbildung, womit Österreich im OECD-Vergleich im hinteren Viertel platziert ist (Ö: 79,4 Prozent, OECD: 82,1). Ebenfalls unter dem OECD-Schnitt liegt der Anteil der 20- bis 29-Jährigen im Bildungssystem (Ö: 23,2; OECD: 26,0).

Höherer Bildungsstand – höhere Chancen auf einen Job

Mit höherem Bildungsstand steigen die Chancen auf einen Job: Die Beschäftigungsquote der 25- bis 64-Jährigen klettert vom Sekundarbereich I (Pflichtabschluss) mit 64,1 Prozent (Männer) bzw. 50 Prozent (Frauen) auf 91,2 Prozent (Männer) bzw. 82,7 Prozent (Frauen) bei einem Hochschulabschluss.

http://www.konsumentenfragen.at/konsumentenfragen/Fuer_die_Schule/Aktuelles/Wie_wichtig_ist_Qesterreich_das_Thema_Bildung

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