ÖSTÜRKREICH – Stolz und Vorurteil

 

Baris Dilaver

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Baris Dilaver. Ich bin unabhängiger Filmemacher in Wien und möchte Ihnen auf diesem Wege meinen neuen Dokumentarfilm „ÖSTÜRKREICH – Stolz und Vorurteil“ vorstellen.

Wie ist das Türkenbild der Österreicher? Welches Bild haben die Türken von den Österreichern? Wie fühlen sich türkische Migranten in Österreich? Wie gut funktioniert die vieldiskutierte Integration von Migranten? Und was genau bedeutet Integration überhaupt? Gefährdet der Einfluss fremder Kulturen die eigene? Sollen Migranten die gleichen Rechte geniessen wie Einheimische?

Der Film möchte den Rezipienten ( ganz gleich welcher Kultur-zugehörigkeit ) behutsam dazu animieren die eigene Sicht und Reaktion, auf eine sich zunehmend multikulturell verändernde Gesellschaft sebstständig zu überdenken, indem er für allgemeingültig gehaltene negative Auswirkungen fremder Kulturen auf die eigene zur Diskussion stellt, hinterfragt und teilweise widerlegt. Wo schadet der Einfluss fremder Kulturen der eigenen und warum? Schadet er wirklich, oder können wir uns vielmehr gegenseitig an den jeweiligen Vorzügen unserer Kulturen bereichern, indem wir in offenen Dialog miteinander treten und einen, vielleicht sogar fruchtbaren, Austausch betreiben?

Dazu beleuchtet der Film zunächst den historischen Verlauf der österreichisch – türkischen Beziehungen, von der Türkenbelagerung im 15ten Jahrhundert bis in die Gegenwart. Dabei wird das sehr wechselhafte, zeitweise feindliche, zeitweise freundschaftliche, Verhältnis zwischen beiden Ländern deutlich. Ausgerüstet mit diesem, auf Fakten beruhenden, geschichtlichen „Fundament“ stellt sich der Rezipient der zweiten Hälfte des Films, der aus einer auf Interviews basierenden Diskussion über die Gegenwärtigen Verhältnisse, mit denen sich beide Kulturen konfrontiert sehen, besteht.

Innerhalb dieser Diskussion werden strukturiert, wichtige Gegenstands- bezogene Schlüsselthemen wie Vorurteile, Angst, Integration, Politik, Wirtschaft, Bildung und Medieneinfluss behandelt. Hierzu konnten folgende sechs themenversierte Interviewpartner gewonnen werden:

Die Interviewgäste behandeln die Schlüsselthemen aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln, abhängig von ihren jeweiligen Fachgebieten und eigenen, erlebten Erfahrungen. Dadurch ergeben sich umfassende Auseinandersetzungen mit den Themen, die Verständnis und Interesse fördern und die der Rezipient mit seiner eigenen Erfahrung nicht nur eigenständig weiterentwickeln oder vervollstaendigen kann; er soll es sogar.

Ziel des Filmes ist es den Zuschauer nicht lediglich für das Thema zu sensibilisieren, sondern ihn zusätzlich dazu zu animieren das Thema weiter zu denken, weiter zu tragen und es möglicherweise sogar im eigenen Gesellschaftskreis in den Diskurs zu stellen um hier, im eigenen Umfeld, aktiv an Konfliktlösungen zu arbeiten.

Denn sind wir ehrlich: Das Zusammenleben verschiedener Kulturen in unserer Stadt, unserem Land, auf unserem Kontinent und schliesslich auf unserem Planeten, geht uns alle an. Wir alle sind beteiligt. Beteiligen wir uns!

Ich lade Sie herzlich ein, sich mit mir gemeinsam der Herausforderung zu stellen, gemeinschaftliche und geteilte Erfahrungen zu identifizieren und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Denn gerade heute ist es umso wichtiger geworden, Menschen Aufklärung und Fakten zu bieten, damit ein verständnisvolles, gemeinsames Dasein in Friede möglich ist und die Bereicherung, die ein multikulturelles Miteinander bieten kann,  erkannt und geschätzt wird.

Die Länge des Films beträgt 78 Minuten. Der Film ist zurzeit nur in deutscher Sprache verfügbar.

Weitere untertitelte Sprachversionen (zunächst in Englisch und Türkisch) sind in Planung.

Des weiteren sind Kinoprämieren in Wien und Istanbul mit anschliessender Podiumsdiskussion geplant, bei der mit versierten Gästen im Dialog mit dem Publikum die im Film begonnene Diskussion schwerpunktbezogen weitergeführt werden soll.

Mit herzlichen Grüßen

Baris Dilaver

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